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Kontrolle der Nachhaltigkeit

Das strengste und international anerkannteste Zertifikate-System für nachhaltige Holz-Produkte stammt vom Forest Stewardship Council (FSC®). Der FSC® überprüft regelmäßig und unabhängig Forstwirtschaften, Sägewerke und Händler – also jeden Teil der Handelskette – auf die Einhaltung seiner Standards. Diese berücksichtigen ökologische und soziale Faktoren.

Nachhaltige Waldwirtschaft in den Tropen

Eine FSC®-zertifizierte Forstwirtschaft muss einen genauen Bewirtschaftsungsplan vorlegen, in dem nicht mehr Holz dem Wald entnommen wird als im gleichen Zeitraum nachwächst. Überprüft werden kann die Einhaltung, da illegale Eingriffe in den Wald auch viele Jahre später noch nachweisbar sind.

Der FSC® hat sich zehn Grundsätzen verschrieben, welche die umfangreichen Standards verständlich zusammenfassen und internationale Gültigkeit besitzen.

Die 10 Grundsätze des FSC®

Die Waldbewirtschaftung soll alle relevanten Gesetze des Landes sowie internationale Verträge und Abkommen, welche das Land unterzeichnet hat, respektieren und die Prinzipien und Kriterien des FSC® erfüllen.

Langfristige Besitzansprüche und Nutzungsrechte an Land- und Forstressourcen sollen klar definiert, dokumentiert und rechtlich verankert sein.

Die gesetzlichen und gewohnheitsmäßigen Rechte der indigenen Gruppen hinsichtlich Besitz, Nutzung und Bewirtschaftung von Land, Territorien und Ressourcen sind anzuerkennen und zu respektieren.

Die Waldbewirtschaftung soll das soziale und ökonomische Wohlergehen der im Wald-Beschäftigten und der lokalen Bevölkerung langfristig erhalten oder vergrößern.

Die Waldbewirtschaftung fördert die effiziente Nutzung der vielfältigen Produkte und Leistungen des Waldes, so dass sie langfristig wirtschaftlich tragbbar wird und eine breite Palette von ökologischen und sozialen Vorteilen gewährleisten kann.

Die Waldbewirtschaftung soll die biologische Vielfalt & die damit verbundenen Werte, die Wasserressourcen, die Böden sowie einzigartige und empfindliche Ökosysteme und Landschaften erhalten und dadurch die ökologischen Funktionen und die Unversehrtheit des Waldes gewährleisten.

Ein für die Betriebsgröße und die Bewirtschaftungsintensität des Forstbetriebes angemessenes Planungswerk ist zu erstellen, anzuwenden und zu aktualisieren. Es beschreibt deutlich die langfristigen Bewirtschaftungsziele und die Mittel zu deren Verwirklichung.

Eine der Betriebsstruktur angemessene Dokumentation und Bewertung soll den Waldzustand, die Erträge der geernteten Waldprodukte, die Handels- und Verwertungskette, die Bewirtschaftungsmaßnahmen sowie deren soziale und ökologische Auswirkungen feststellen.

Bewirtschaftungsmaßnahmen in Wäldern mit hohem Schutzwert sollen deren Merkmale erhalten oder vermehren. Diese Wälder betreffende Entscheidungen sollen immer im Sinne einer vorbeugenden Herangehensweise erwogen werden.

Plantagen sind in Übereinstimmung mit den Prinzipien 1 bis 9, dem Prinzip 10 und seinen Kriterien zu bewirtschaften. Wenn Plantagen auch eine Reihe sozialer und ökonomischer Vorteile liefern und dazu beitragen können, den globalen Bedarf an Forstprodukten zu befriedigen, sollen sie doch die Bewirtschaftung von Naturwäldern ergänzen, den Druck auf diese reduzieren und ihre Wiederherstellung und Erhaltung fördern.

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