Holz-Lexikon Holzarten

Esche

[Esch·sche];[Fraxinus excelsior]; Handelsnamen: Gewöhnliche Esche oder Hohe Esche, Ash (EN), fresno (ES)

Esche – Querschnitt und tangentiale Oberfläche
Herkunft Europa, Mittlerer Osten, Nordamerika
Rohdichte 0,45-0,69-0,86 g/cm³
Dauerhaftigkeitsklasse 5
Druckfestigkeit 20-44-68 N/mm²
Biegefestigkeit 49-102-178 N/mm²
Differentielles Schwindmass (radial) 0,17-0,21 %
Differentielles Schwindmass (tangential) 0,27-0,38 %
pH-Wert ≈ 5,8
Holzfarbe hellgelb
Holzstruktur mehrreihigen, großen Frühholzporen, kein Wechseldrehwuchs
Verwendung Innenbereich, dynamisch beanspruchte Teile, wie Sportgeräte, Werkzeugstiele, Leitern, Bootsriemen und Musikinstrumente

Die Esche, eine bedeutende Holzart in Nordamerika und Europa, zählt zu den fakultativen Kernholzbildnern. Der Farbkern kann erst nachträglich, in der Regel ab 40 Jahren, durch externe Faktoren, wie Verletzungen, entstehen. Mit ihrer hellen Farbe und ringporigen Struktur ist die Esche ein wichtiger Lieferant für dekoratives Holz. Die Esche erreicht Höhen von bis zu 40 m und Stammdurchmesser von 2 m, mit einem Höchstalter von etwa 250–300 Jahren. Die Gemeine Esche ist in Europa heimisch und zählt zu den höchsten Laubbäumen. Sie wird in Waldgesellschaften auf feuchteren oder trockeneren Standorten angetroffen. Das Holz der Esche, ein Edellaubholz, wird für Werkzeugstiele, Sportgeräte und Biegeformteile geschätzt. Jedoch bedroht das weit verbreitete Eschensterben seit den 1990er Jahren, verursacht durch den Pilz Hymenoscyphus fraxineus, diese wichtige Baumart.

Außerdem ist sie ein bedeutendes Laubholz in Nordamerika und Europa, zeichnet sich durch ihren breiten, weiß-gelblichen Splint (bis 19 cm) und das hellgelbe Kernholz aus. Mit der Möglichkeit eines fakultativen Farbkerns, der von graubraun bis oliv variiert, zeigt die Esche eine beeindruckende farbliche Vielfalt. Ihr ringporiges, strukturreiches Holz ist hart, elastisch und leicht zu bearbeiten. Es eignet sich für diverse Anwendungen wie dekorative Furniere, Fußböden, Treppen, und Möbel. Die Trocknung verläuft schonend, wodurch Risse vermieden werden. Aufgrund der geringen natürlichen Dauerhaftigkeit wird Eschenholz vorwiegend im Innenbereich genutzt. Für dynamisch beanspruchte Teile wie Sportgeräte, Werkzeugstiele und Musikinstrumente ist es ideal. Durch thermische Modifikation kann die Dauerhaftigkeit verbessert werden, ermöglicht eine Nutzung im Außenbereich. Die Gemeine Esche erreicht Höhen bis zu 40 m und ist für ihre geradlinige Stammachse bekannt. Fächerförmige Zweige und lineare Triebe kennzeichnen ihre Wuchsform.

Das Eschensterben begann in den 1990er Jahren in Polen und breitete sich über Europa aus, einschließlich Schweden, Österreich, Deutschland und Dänemark. Verursacht durch den Pilz Chalara fraxinea, zeigt die Krankheit Symptome wie abgestorbene Flecken, Welken und Blattverlust, was zum Absterben von Bäumen führt. In Dänemark sind bis 2013 mindestens 95 % der Eschen betroffen. Der Pilz, ursprünglich aus Asien, bedroht europäische Eschenbestände. Forscher suchen nach resistenten Sorten. 

In der Nordischen Mythologie als Weltenbaum Yggdrasil verehrt, ist die Esche seit der Antike für medizinische Zwecke bekannt. Eschenblätter wurden von Hildegard von Bingen für harntreibenden Tee empfohlen. In der Mythologie stammen Menschen von der Esche ab, und sie spielt eine zentrale Rolle als Yggdrasil.

Quellen: Wikipedia , Holz vom Fach (GD Holz)